MPLAB IDE
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MPLAB X IDE ist die neue IDE Microchip hat seine neue Entwicklungsumgebung MPLAB X IDE präsentiert, welche zum Beispiel mit einer deutlich übersichtlicheren Oberfläche daher kommt. Ich empfehle euch nicht mehr mit MPLAB IDE 8 zu arbeiten! Aus diesem Grund wird dieser Artikel auch nicht mehr weiter gepflegt. Support gibt es selbstverständlich weiterhin im Forum. |
Vorwort
Ich möchte hier die Benutzung von MPLAB IDE etwas erklären um Einsteigern über die ersten Hürden zu helfen. Deshalb werde ich die anfangs wichtigsten Funktionen von MPLAB etwas erläutern. Dabei werde ich so vorgehen als wenn Ihr euch ein Projekt überlegt habt, zum Beispiel "LED Lauflicht". Anhand dieses Beispiels werde ich Schritt für Schritt durch die Bedienung gehen.
Download
MPLAB IDE wird kostenlos von Microchip auf deren Homepage zum Download angeboten. Ihr findet den Download hier:
Download MPLAB IDE von Microchip.com
Erstellen eines Projektes
Nachdem Ihr MPLAB IDE herunter geladen und gestartet habt, solltet Ihr in etwa folgendes Fenster vor finden:
Um nun ein Projekt zu starten wählt Ihr den Reiter "Project" an und klickt auf "Project Wizard". Jetzt öffnet sich der Assistent, welcher Euch durch die "Installation" (eher Einrichtung) des Projektes führt. Das Ergebnis ist, dass am Ende ein Ordner auf Eurer Festplatte ist (z.B.: LED Lauflicht) indem sich alle Dateien befinden, die zu dem Projekt gehören - unter anderem natürlich auch der Quellcode. Hier direkt ein Hinweis: Legt euch auf eurer Festplatte ein Verzeichnis ab indem Ihr alle geschriebenen Programme/Projekte speichert. Nur so könnt Ihr den Überblick behalten.
Wie ich schon erwähnt habe führt euch der Projekt-Wizard durch die Erstellung des Projektes. In seinem ersten Fenster passiert noch nichts, hier kann direkt auf "Weiter" geklickt werden. Im nächsten Schritt werdet Ihr aufgefordert den PIC-Typen anzugeben:
Hier gebt Ihr logischerweise den PIC Typen an mit dem Ihr auch arbeiten wollt. Somit weiß das Programm jetzt Bescheid mit welchem Typen Ihr arbeitet und richtet sich darauf ein. Anschließend kann wieder auf "Weiter" geklickt werden. Worauf folgendes Fenster in Erscheinung tritt:
Da Ihr in dem vorherigen Fenster bereits angegeben habt, mit welchen PIC-Typ ihr arbeiten möchtet hat MPLAB IDE automatisch die entsprechende "Toolsuite" ausgewählt. Das bedeutet nichts anderes als, dass bei PIC16F Typen auf MPASM (Assembler) oder bei PIC18F Typen auf C18 (C), wenn installiert, zu gegriffen wird. Um damit arbeiten zu können ist eine einmalige Angabe des Verzeichnisses zu den entsprechenden EXE-Dateien Notwendig. Das ist nicht weiter schwierig. Ihr müsst lediglich den Ordner suchen in den Ihr MPLAB IDE installiert habt, üblicherweise ist das:
C:/Programme/Microchip/
Hier sucht Ihr nun nach den Dateien, welche in dem Fenster gefordert werden. Diese findet Ihr im Ordner "MPASM Suite". Wenn Ihr alle Dateien zugeordnet habt könnt Ihr wieder auf "Weiter" klicken und zum nächsten Schritt fortfahren indem Ihr dann euren Projekt-Ordner erstellt.
Im folgenden Schritt könnt Ihr Dateien zu Eurem Projekt hinzufügen falls gewünscht. Wenn das nicht der Fall ist kann dieses Fenster einfach durch gewunken werden. Im Anschluss bekommt Ihr eine Zusammenfassung der Aktion und bestätigt mit "Fertig stellen".
Projekt vorbereiten und Quelltext erstellen
Nun sind Projekt-Ordner und Projekt-Dateien angelegt mit denen das Projekt immer wieder geöffnet werden kann. Ihr solltet folgendes Fenster vor Augen haben:
| Hinweis: Das obere Fenster kann über "View --> Project" und das untere Fenster über "View --> Output" angezeigt werden. |
Zu den Funktionen der beiden Fenster: Das Project-Fenster wird benötigt um alle nötigen Dateien des Projektes in die Struktur aufnehmen zu können und immer den Überblick über die Dateien zu haben (wird umso wichtiger je größer das Projekt). Das Output Fenster wird erst später benötigt hier wird angezeigt was MPLAB IDE "macht". Zum Beispiel werden Fehler beim compilieren angezeigt.
Damit aber ein Programm geschrieben werden kann muss noch ein leeres Blatt geöffnet werden dazu einfach das weiße Blatt oben links im Bildrand anklicken. Es öffnet sich ein leeres Dokument mit dem Titel "untitiled". Dieses muss nun als [asm] Datei abgespeichert werden / oder als [c] Datei, wenn Sie in C programmieren. Dafür einfach den Reiter "File" und "Save as" anwählen. Es öffnet sich ein normales Download Fenster. Nun geben Sie Ihrer Datei einen Namen (Wichtig: Die Endung muss bestehen bleiben) und speichern die Datei in Ihrem Projekt-Ordner!
Nun müssen Sie alle Dateien, welche zu Ihrem Projekt gehören in das "Project" Fenster einbinden. Führen Sie dazu einen Linksklick auf den Ordnern aus und wählen "Add files.." aus. Später sollte es bei einem Assembler Projekt so aussehen:
Unter "Source Files" muss Ihre [asm] Datei gespeichert werden und in "Other Files" kommen die Dateien [mcp] und [mcw], diese wurden automatisch durch den Project Wizard erstellt. Nun können Sie anfangen im leeren Dokument Ihr Programm zu schreiben.
Simulieren eines Codes
Nun haben Sie ihren Quellcode mit Fleiß erstellt und wollen natürlich auch ein bisschen herum "spielen" und testen ob denn nun wirklich das passiert was Sie erwartet haben. Dafür liefert das Programm einen eigenen Simulator mit, welcher aber zunächst aktiviert werden muss.
Führen Sie dazu folgenden Schritt durch:
➜ Reiter Debugger ➜ Select Tool ➜ MPLAB SIM
anschließend erscheinen folgende neue Befehlssymbole in der Taskleiste:
Mit diesen können Sie nun Ihre Simulation starten und kontrollieren. Das bringt natürlich nur etwas, wenn Sie dazu die betroffenen Register überwachen können, welche von Ihrem Code angesprochen werden (sollen). Diese können sie sich in MPLAB anzeigen lassen im Fenster watch. In diesem Fenster sind die Special function register (SFR) sowie ihre selbst definierten Register auswählbar.Kontrollieren von Registern beim Simulieren
Damit Sie ihren Code optimal entwickeln können brauchen Sie den Simulator um Zusammenspiel mit der Überwachung Ihrer Register um zu sehen ob auch das passiert was sie beabsichtigt haben.
Führen Sie dazu folgenden Schritt durch:
➜ Reiter View ➜ Watch
Nun öffnet sich ein Fenster indem Sie die Möglichkeit haben alle Register Ihres PIC zu überwachen. Dafür müssen Sie nur das entsprechende Register wählen und den Button "Add" zu klicken. Bei der Ansicht der Register können noch Einstellungen vorgenommen werden (Rechtsklick). So lassen sich die Inhalte z.B. in verschiedenen Zahlsystemen anzeigen: Binär, Dezimal, Hexadezimal,...
Finden von Fehlern (Compilieren)
Wenn euer Programmcode Fehler enthält hilft euch MPLAB IDE dabei Sie zu finden, solange sie Syntaxfehler sind. Das heißt, wenn Ihr etwas falsch schreibt wird MPLAB meckern, da es nicht in die Maschinensprache übersetzbar ist. Aber wenn Ihr alles richtig programmiert aber einfach was unsinniges macht, kann MPLAB diesen Fehler natürlich nicht aufdecken. Wenn Ihr meint fertig zu sein, dann speichert alles ab und versucht euren Quelltext zu compilieren (Umschreiben des Assembler/C Codes in die Maschinensprache | so wird die HEX Datei erstellt, welche Schlussendlich in einen PIC "gebrannt wird).
Führen Sie dazu folgenden Schritt durch:
➜ Reiter Project ➜ Build All
Nun startet der Compiler (Übersetzer) das Verfahren, wenn er auf Code trifft den er nicht interpretieren kann, wird er eine Fehlermeldung ausgeben. Wenn aber alles richtig ist, wird das Compilieren erfolgreich sein. Dies wird alles im "Output" Fenster angezeigt. Eine Fehlermeldung wird durch den Text "BUILD FAILED" angezeigt. Wenn alles i.O. war steht "BUILD SUCCEEDED".
Sollte es tatsächlich einen Fehler gegeben haben, so könnt Ihr in dem Output Fenster rauf scrollen bis Ihr Textstellen mit "Error" findet. Ein Doppelklick auch diese führt euch direkt zum Fehler.
Hinweis: Warnungen sind keine Fehler!
Nachträgliches ändern des PIC-Typen
Sollten Sie sich nach dem Project Wizard einmal dazu entschieden haben den PIC Typ nochmal zu wechseln brauchen Sie selbstverständlich kein neues Projekt erstellen,...
Führen Sie dazu einfach folgenden Schritt durch:
➜ Reiter Configure ➜ Select Device ➜ Auswählen
Manuelles setzten der Konfigurations-Bits
Wenn Sie die Konfigurationsbits nicht im Code sondern durch MPLAB IDE einstellen möchten,
Führen Sie dazu einfach folgenden Schritt durch:
➜ Reiter Configure ➜ Configuration Bits ➜ Hacken entfernen ➜ Einstellen
Brennen / Flashen des PIC
Nun ist es soweit, dass Sie ihr Programm fertig geschrieben haben bzw. testen möchten dafür müssen sie den PIC mit dem Programm beschreiben. Nachdem Sie compiliert haben ist eine HEX Datei entstanden indem in Maschinensprache (0' und 1') stehen. Diese werden vom PIC interpretiert und ausgeführt. Wenn Sie ein original Brenngerät von Microchip besitzen,
Führen Sie einfach folgenden Schritt durch:
➜ Reiter Programmer ➜ Select Programmer ➜ Ihr Gerät auswählen
Wenn Sie einen original Debugger von Microchip besitzen,
Führen Sie einfach folgenden Schritt durch:
➜ Reiter Debugger ➜ Select Tool ➜ Ihr Gerät auswählen
Dadurch erscheinen in der Taskleiste wieder neue Steuersymbole, unter anderem "program" mit dem Sie Ihr Programm in den PIC laden können. Wenn Sie kein original Brenner von Microchip besitzen, dann wenden Sie sich am besten an Sprut.
Eine HEX-Datei direkt brennen
Manchmal kommt es vor, dass man einfach nur eine HEX-Datei gegeben hat und diese brennen möchte. Auch das geht Problemlos in MPLAB. Führen Sie folgende Schritte durch:
- Alle offenen Projekte müssen geschlossen werden: File >> Close Workspace
- Den zu brennenden PIC-Typen auswählen: Configure >> Select Device
- Sicherstellen, dass die Konfigurationsbits durch den Code eingestellt werden: Configure >> Configuration Bits >> Hacken setzten!
- Programmiergerät auswählen: Programmer >> Select Programmer
- Hex-Datei importieren: File >> Import
- Programm in den PIC brennen wie gewohnt (ggfs. noch Programiergerät und PIC verbinden)
| Die Reihenfolge der letzten drei Punkte darf nicht vertauscht werden! Wird das das HEX-File importiert bevor das Programiergerät ausgewählt wurden ist, wird das HEX-File wieder verworfen beim auswählen des Programmers! |
Autoren
Nico 20:13, 7. Dez. 2011 (CET)




