Automatischer Reifenfüller (Gastbeitrag)

Autor: Sergej Fingerut


In diesem Artikel möchte ich euch meinen automatischen Reifenfüller vorstellen. Bei ebay bin ich auf einen günstigen Luftdrucksensor (Typ 136PC100G2 der Firma Honeywell) gestossen. Die erste Idee war ein Digitalmanometer, das ich auch erfolgreich mit dem manuellen Reifenfüller realisieren könnte.

Der automatische Reifenfüller ist auf dem nachfolgenden Foto zu sehen.

Auf dem Display (siehes nächstes Foto) wird entsprechend der Druck angezeigt.

Dabei wird der gemessene Druck oben und  der eingestellte unten dargestellt.

Der Reifenfüller hat folgende Bedienelmente: Eine Ein/Aus Taste, eine Start/Stop Taste sowie einen Drehgeber für die Druckeinstellung. Die Pressluft wird über die Schnellkopplung angeschlossen, siehe:

Die Reifenkopplung wiederum ist hier zu sehen:

Nach dem Einschalten wird zu erst die “Null Shift Spannung” vom Drucksensor gemessen, denn der Drucksensor liefert auch ohne Druck eine minimale Spannung. Dieses Messergebniss wird später als Offset vom eigentlichen Messergebnis abgezogen.

Im Anschluss wird der zuletzt über den Drehgeber eingestellte Druck aus EPROM ausgelesen und als Vorgabe gesetzt, bevor die Akkuspannung (eingebauter Akku) überprüft. Wenn die Spannung zu niedrig ist, wird auf dem Display Bat laden angezeigt und bleibt so lange stehen bis der Akku geladen wird.

Ich habe diese Warnfunktion eingebaut weil die Magnetventile zwingend eine Steuerspannung in Höhe von 12V benötigen. Die Schaltung hat einen Step up DC/DC Wandler. Es kann passieren, dass die Ventile nicht mehr richtig angesteuert werden und der PIC es nicht bemerkt, da er selber lediglich 5V benötigt.

Über den Drehgeber wird der Sollwert eingestellt/vorgegeben. Durch Drücken des Drehgeber (integrierter Taster), beginnt der Kursor zu blinken. Jetzt kann über links bzw. rechts Drehen der Wert eingestellt werden. Durch ein erneutes Drücken des Drehgeber wird der Wert übernommen und zusätzlich im EPROM gespeichert. Über das Laden des zuletzt eingestellten Sollwertes aus dem EPROM zu Beginn, kann lästiges Wiedereinsellen vermieden werden, denn in der Regel möchte man in den allermeisten Fällen ja doch immer wieder den selben Druck erreichen.

Sobald der Sollwert dem Wunsch entspricht, kann durch Drücken der Start/Stop Taste die Befüllung gestartet werden. Wie von herkömmlichen Geräten gewohnt, wird der Druck nun zyklisch erhöta und abgelassen solange bis der Istwert dem Sollwert entspricht. Ist der Sollwert erreicht, ertönt ein Tonsignal und der gemesse Druck wird auf dem Display angezeigt. Wenn innerhalb des Vorgangs auf die Taste Start/Stop gedrückt wird, wird der Prozess sofort abgebrochen.

Im Gerät ist ein Li-Polymer Akku der Firma Floureon (11,1V mit 3000mAh) eingebaut. Ein passendes Ladergerät gibt es auch: SKYRC e3 LiPo. Der Akku und das Ladegerät sind z.B. bei Amazon erhältlich. Das Ladegerät habe ich geöffnet und etwas modifiziert, siehe Kabel mit Stecker im folgenden Foto:

Der Reifenfüller hat eine Ladebuchse und Gummifüße bekommen, siehe:

Der innere Aufbau ist hier zu sehen:

Ich möchte mit meinem kleinen Projekt keinen Schönheitswettbewerb gewinnen. Und sicherlich ist die Software auch nicht perfekt (Anmerkung Nico: Das ist sie nie 🙂 ).

Den Schaltplan habe ich mit Eagle erstellt. Die genauen Typenbezeichnung für das Gehäuse habe ich jetzt nicht rausgesucht. Wer eine Platine designen möchten, der muss den Schaltplan ggf. entsprechend überarbeiten. Die Software und der Schaltplan stehen zur Verfügung.

Schaltplan

Nachfolgend seht ihr den Schaltplan zum automatischen Reifenbefüller, welcher auch als sch Datei zum Download bereitsteht.

Neben dem Schaltplan für die Hauptplatine gibt es noch die Luftverdrahtung der Drehgeber.

Download

Hier könnt ihr die Software sowie den Eagle Schaltplan herunterladen

Dein Gastbeitrag

Würdest du auch gerne einen Gastbeitrag auf meinem Blog veröffentlichen? Schreib mir gerne ein Nachricht mit kurzer Beschreibung des Themas. Wenn der Beitrag einen thematischen Bezug zum Blog hat, freue ich mich schon auf deinen vorbereiteten Beitrag inkl. Fotos, ggf. Schaltplan und Quelltext.

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