Dieses kleine Projekt entstand auf der Suche nach einer einfach gehaltenen, gut ablesbaren Uhr für das Wohnzimmer, die optisch etwas “her macht”.  Grund Genug mal wieder den Lötkolben zu schwingen. Um den immer wieder kehrenden rechteckigen Designs den Rücken zu kehren entschloss ich mich dazu die Uhr in einem neuen Formfaktor zu kreieren.

Schaltplan

Der Schaltplan zur CirceClock wurde im Rahmen des Platinenlayouts mit Eagle erzeugt und soll Euch nicht vorenthalten werden.

Herzstück der Uhr ist der PIC18F1320, der über einen Demultiplexer die vier Siebensegmentanzeigen mit einem PWM-Signal ansteuert. Zusammen mit der Helligkeitsmessung durch die BPX66 Fotodiode wird somit die Leuchtstärke der Anzeigen an die Umgebung angepasst. Ein Einsatz als Nachtischlampe ist somit ebenso denkbar wie die Platzierung auf dem Schreibtisch. Die niedrigste Leuchtstärke ist so gering, dass die Uhr im absolut dunklen Raum nicht blendet sondern angenehm die Uhrzeit ablesbar macht.

Zwei einfache Taster dienen zur Bedienung der Uhr. Beim Einschalten der Uhr (einschalten der Versorgung) sowie während des Betriebs durch Betätigung der OK-Taste wird die Zeiteinstellung gestartet.

Mit der UP-Taste wird jedes Digit entsprechend der folgenden Minute eingestellt und jeweils mit der OK-Taste bestätigt. Hat man die letzte Anzeige (also die Minute) erreicht, wird solange gewartet bis eine Referenzuhr genau diese Minute startet. Nun wird die OK-Taste betätigt und die Uhr läuft (korrekt).

Als Zeitbasis dient ein DS32kHz Quarzoszillator. Es handelt sich hierbei um einen Taktgeber (32768 Hz) mit einer, über die Tempetatur linearen “Frequenzgang”. Da die Uhr auf eine Synchronisation (z.B.: Mittels DCF77) verzichtet, ist so sichergestellt, dass die Uhr die kleinst mögliche Abweichung erleidet.

Hardware / Aufbau

Eine Uhr an sich wäre mittlerweile in der Tat zu langweilig bzw. zu einfach. Aus diesem Grund wollte ich mit der Umsetzung ein wenig experimentieren. Heraus gekommen ist dabei die etwas unübliche Bauform als Kreis.



Dieser Aufbau hat zur Folge, dass der  Ablesewinkel stark begrenzt wird. Sprich, schaut man zu schräg auf die Uhr lässt sich die Uhrzeit nicht mehr ablesen, da man jeweils die Anzeige am Rand nicht mehr erkennen kann. Ich muss sagen, dass ist aber für eine Schreibtisch- oder auch Nachtisch-Uhr nicht weiter schlimm.

Hier ein Beispiel bei ungünstigem Betrachtungswinkel:

Ansonsten bin ich mit der Umsetzung sehr zufrieden. Als kleines “Zwischendurch-Projekt” durchaus gut gelungen.

Gehäuse

Die runde Bauweise machte es notwendig auch einen solchen Anspruch an das Gehäuse für die Uhr zu stellen. Letztendlich habe ich mich dafür entschieden das Gehäuse so einfach wie möglich zu gestalten. Ein Plexiglas-Rohr dient als kleine Aufhübschung und vielleicht als Schutz gegen den ein oder anderen Stoß.

Software

Sollte Interesse daran bestehen die CircleClock nachzubauen, so stelle ich Euch an dieser Stelle die in C geschriebene Software für den PIC18F1320 zur Verfügung.

Bei dem nur schwer erhältlichen DS32KHZ Oszillator kann ich Euch ggfs. weiterhelfen. Bei Interesse einfach mal eine E-Mail an mich…

Firmware [1.2] vom 23.07.2014 >> Download 

Änderungen in dieser Firmware:

  • Helligkeitssteuerung um Hysterese(n) erweitert um eine stabilere Regulierung ohne flackern zu ermöglichen

4 Responses

Leave a Comment