Heute möchte ich Euch zeigen, wie ich mit den einfachsten Mitteln meinen eigenen Schreibtisch im Industriestil gebaut habe. Um die Motivation für einen entsprechenden Nachbau zu bieten, zunächst erst einmal ein Foto von meinem fertigen Tisch:

Angefangen hat alles im Internet beziehungsweise auf Pinterest, wo ich ein Foto zu einem entsprechenden Schreibtisch gefunden habe. Das Prinzip ist denkbar einfach. Verzinkte Rohre aus dem Baumarkt bilden das Tischgestell und zusammen gezimmerte, entsprechend bearbeitete Holzbretter dienen als rustikale Tischplatte. Zunächst bin ich in den nächsten Baumarkt gefahren und habe mich mit einem Gliedermaßstab bewaffnet vor die verzinkten Rohre gestellt. Meine Wunschmaße für den Schreibtisch lagen bei 1,8 x 0,8 m. Dieses Maß muss natürlich durch das Tischgestell, sprich die Rohre möglich sein. Also habe ich diverse Kombinationen ausprobiert.

Beim Holz entschied ich mich für unbehandelte 20 cm breite und 40 mm dicke Holzplatten, die ich direkt im Baumarkt zusägen ließ, so dass ich 4 x 1,8 m zusammen hatte, die nebeneinander gelegt die 80 cm tiefe Tischplatte ergeben. Das Holz muss natürlich abgeschliffen und lackiert beziehungsweise gestrichen werden.

Damit die resultierende Tischplatte möglichst glatte Übergänge zwischen den (nicht perfekten) Holzbrettern aufweist, habe ich mich dazu entschieden, das Holz erst im zusammengebauten Zustand zu schleifen. So sollten die Übergänge möglichst eben werden. Mit Hilfe von ein paar Holzlatten wurden die vier Holzlatten schnell zu einer Tischplatte verbunden. Tipp: Das Verbinden mit Flachverbindern sollte man unbedingt vermeiden, da die Tischplatte sonst aussieht wie eine Ziehharmonika. Die Flachverbinder führen dazu, dass die Tischplatte (seitlich betrachtet) in einem Zick-Zack-Muster endet. Verbunden mit Holzlatten, siehe nachfolgendes Foto, ist das Ergebnis um ein vielfaches besser:

Jetzt geht es an die schweißtreibende Arbeit: Die komplette Tischplatte muss vor dem Streichen abgeschliffen werden. Gut, dass ich hierzu einen elektronischen Helfer hatte.

Wenn die Tischplatte komplett geschliffen ist, so dass Ihr der Meinung seid, dass der Grad der Glattheit des Holzes für eure Tischplatte ausreicht, könnt Ihr mit dem Streichen anfangen. Ich habe die Holzfarbe “Teak” von Obi genommen. Sie sorgt dafür, dass die Maserung vom Holz sehr stark zur Geltung kommt, was mir besonders gut gefällt. Da ich keine zu dunkle Farbe erreichen wollte, hat bei mir einmaliges Streichen bereits ausgereicht.

Nachdem auch das Streichen der Tischplatte vollständig ist, kann mit der Montage des Tischgestells begonnen werden. Wichtige Elemente hierfür sind insbesondere die Gewindemuffen (hier 1 Zoll – PN6) zur Befestigung des Tischgestells an der Holzplatte.

Zunächst einmal die einzelnen Teile grob auf die Unterseite der Tischplatte gelegt, um zu prüfen, dass die Abmaße des Gestells mit der Platte übereinstimmen.

Um die Stabilität des Tisches, der ja doch recht massiv ist, zu gewährleisten, wird die Tischplatte an fünf Punkten stabilisiert (4 Füße + Mitte). Das sollte auch verhindern, dass sich die Tischplatte durchbiegen kann (was jedoch bei einer Stärke von 40 mm ohnehin nicht passieren sollte).

Die Tischplatte mit der auf dem zuletzt gezeigten Unterkonstruktion aus verzinkten Rohren, bildet eine feste Einheit. Falls der Tisch dann und wann mal transportiert werden muss, lassen sich die vier Tischbeine abschrauben, so dass der Tisch dann nicht mehr so viel Platz wegnimmt 🙂 Ich finde der Tisch ist sehr schön geworden und ist was ganz besonderes  – ein echter Hingucker!

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