Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

In dieses Forum gehören all deine Fragen rund um die Elektrotechnik und im Speziellen zum Bereich der Mikrocontrollertechnik.

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#16

Ungelesener Beitrag vloki » 20. Okt 2019, 17:21

Wieso MCP2510? Das wäre in der Tat etwas unsinnig einen ZUSÄTZLICHEN Baustein einzufügen.
Ein MCP2551 oder ähnlich ist so was wie ein MAX232. Das bräuchte man bei CAN fast immer.

Auf der Hardwareseite sieht es vermutlich immer erst mal komplizierter aus.
Der Witz dabei ist, dass dann die Software unter Umständen viel, viel einfacher wird.
So ein CAN Modul im Controller ist wie ein Briefkasten.
Da wirfst du deine komplette Nachricht rein, so wie du bei USART ein einziges Byte rein wirfst,
und um Transport und korrekte Zustellung kümmert sich die Hardware...

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#17

Ungelesener Beitrag pic18 » 20. Okt 2019, 21:07

Danke, das erleichtert die Hardware. Schade ich habe noch keinen Baustein im DIL Gehäuse gesehen. (läßt sich leichter auch Lochleiterplatte löten)

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#18

Ungelesener Beitrag picass » 21. Okt 2019, 09:30

vloki hat geschrieben:
20. Okt 2019, 17:21
Wieso MCP2510? Das wäre in der Tat etwas unsinnig einen ZUSÄTZLICHEN Baustein einzufügen.
CAN ist für mich absolutes Neuland. Das o.g. IC war das Erste, was ich da fand.
Die Sache mit dem Briefkasten gefällt mir, aber auch da muss ich erst mal den richtigen Typen finden und Datenblätter wälzen.

@"pic18": Es gibt bei Ebä und den großen Elektronik-Versendern schöne, kleine Adapterplatinen, die auf DIL-Maße umsetzen, dann passt es auch wieder auf Lochrasterplatinen, und SOIC lässt sich nach meinem Geschmack noch richtig gut löten.
Grüße, picass

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#19

Ungelesener Beitrag vloki » 21. Okt 2019, 09:58

picass hat geschrieben:
21. Okt 2019, 09:30
Die Sache mit dem Briefkasten gefällt mir, aber auch da muss ich erst mal den richtigen Typen finden und Datenblätter wälzen.
Wie gesagt, ich würde einen 18FxxK83 nehmen. Scheint mir mit Abstand der günstigste CAN Controller zu sein.
Dazu noch einen Transceiver wie den MCP2552 oder eben einen isolierten.

Anhand des Datenblattes ist das ganze meiner Meinung nach nur sehr schwer verständlich.
Man muss zuerst einen Überblick haben, wie das Ganze überhaupt funktioniert
und kann dann im Datenblatt nachschauen, was man bei einem speziellen Controller
dafür tun muss.

Wenn es dich interessiert, dann fang' mal mit den ersten 5 Punkten in der Übersicht bei Wikipedia an:
https://de.wikipedia.org/wiki/Controller_Area_Network

Fast alles von dem ganzen Procedere wird vom CAN Modul im Controller übernommen.
Programmieren muss du dann die Konfiguration des Moduls, ähnlich wie du auch ein USART Modul konfigurierst.
(BAUDRATE ect...)

Für die Kommunikation füllst du die Nachrichten ID, die Daten und die Anzahl der Daten in die entsprechenden Register
(so wie du Daten in das TXREG schreibst beim USART) und setzt ein Bit, damit das Modul mit der Übertragung der Daten beginnt.

Für meine CAN Projekte benutze ich kein eigenes Protokoll welches die Daten "organisiert",
sondern orientiere mich am CANopen Standard. (Der legt eine gewisse Ordnung in der Verwendung
von IDs und auch innerhalb der acht möglichen Datenbytes fest)

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#20

Ungelesener Beitrag picass » 22. Okt 2019, 17:13

Jetzt muss ich dich doch deprimieren: Nein zu CAN! Steht meiner Absicht, zu vereinfachen, diametral entgegen.
Aber du wirst für meinen Anwendungsfall kaum zu einer anderen Einschätzung kommen: In meinem Rollläden-Steuer-System hat nur einer was zu sagen, dass ist der Haupt-PIC. Alles läuft zentral nur über den, vor allem die vielen R-PICs in den Roll.-Kästen sind reine Befehlsempfänger. Und die haben auch in der Regel keine Verbindung zu ihren Kollegen.
Wäre das so'n Kreisverkehr wie in meinem inzwischen schon älteren Mittelklasse-Wagen, der über mindestens 30 einzelne Steuergeräte verfügt, und viele von denen hängen im Kreisverkehr und tauschen rege Mitteilungen aus oder leiten sie weiter, und dann noch die irre vielen geschwätzigen Sensoren dadrin, dann wäre das selbstverständlich anders.
Falls mal eine Erweiterung später irgendwann im Haus vorgeknöpft wird, dann könnte es anders werden. Bei dem simplen System kann auch ein Simpel-Bus reichen. Und auch ein 24-bit- (oder so ähnlich) -Steuerwort ist etwas viel, wo doch genau genommen schon 5 Bit ausreichen.
Grüße, picass

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#21

Ungelesener Beitrag Cobra » 23. Okt 2019, 06:52

Da ich grade selbst meine eigene 4 Wände baue, finde ich dieses Thema sehr interessant.
Ich habe vor Jahren mich mal mit dem Thema "Pic soll mit anderen Pic reden" beschäftigt. Bei mir ging es da mehr um die Interface zu lernen.
Angefangen bei dem 4 bit Bus (wie bei den DOT Display),RS232,I2C,SPI
Aus dem Bauch raus würde ich aber sagen das RS232 die sowohl Hard als auch Software am einfachsten ist. Ich hatte den Gedanken das man da ein PC auch mit den RS232 verbinden kann um z.b. von allen Teilnehmern eine Diagnose zu erhalten). Mich würde es aber Interessieren was ihr davon hält den I2C Bus zu nehmen. (Habe da mal ein Bericht zu gelesen, da wurde die Spannung auch angehoben und gut.) Hätte den Vorteil bräuchtest wieder nur Transistor, 2 Wire Bus und haben auch die 16FXXX mit drin.

Gruß
Cobra

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#22

Ungelesener Beitrag pic18 » 3. Nov 2019, 11:21

Hallo,
ich überlege mir gerade ob es möglich ist zwei Master in einen SPI System zu verwenden. Der Grund ist, ich habe eine Schaltung mit Pic 18F4685 welcher über SPI mehrere verschiedene, separate SS (CS) Leitungen, Schnittstellen abfragt. Nun möchte ich einen zweiten Pic 18F252 mit eine ca. 6m langen Leitung als Slave verbinden. Dieser soll aber auf den gleichen Bus noch eine oder mehrere Schnittstelle ansprechen. Also zeitweise als Master arbeiten. Ist das möglich? Oder muß ich für den Slave PIC (18F252) eine SPI Schnittstelle manuell programmieren? Da komme ich aber an die Grenzen meiner freien Ports.

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#23

Ungelesener Beitrag vloki » 3. Nov 2019, 11:56

Der eigentlich Slave könnte evtl. nach einem Zugriff durch den Master innerhalb eines best. Zeitraum sein eigenes CS Signal runter ziehen und so dem eigentlichen Master signalisieren, dass er den Bus haben will. Der Master könnte dann warten, bis das CS wieder inaktiv wird.

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#24

Ungelesener Beitrag pic18 » 3. Nov 2019, 12:25

Die Übernahme vom Bus kenne ich nur vom I2C. Ich muß mir mal die Hardware anschauen und sehen ob der Master das kann. Eigentlich hatte ich mir überlegt für die SS (CS) Leitung einen Decoder mit Latch (z.B 74137) zu nehmen, welche ich am Datenport anschließe, da ich beim Master auch an die Grenzen vom freien Ports komme. Da hätte ich natürlich nur einen Ausgang.

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#25

Ungelesener Beitrag pic18 » 3. Nov 2019, 22:18

Ich habe mir das Datenblatt vom Master (18F4685) angeschaut. So wie ich das sehe ist es nicht vorgesehen den Datenfluß über die SS (CS) Leitung anzuhalten. Ich müßte hier eine extra Leitung programmieren welche mir den freien Bus signalisiert. Außerdem da der Takt (SCLK) vom Master kommt, müßte ich diesen Ausgang auf Eingang schalten und beim Slave (neuer Master) auf Ausgang. Um einen Schluß zu vermeiden. Das erscheint mir etwas viel Aufwand. Seht Ihr da eine bessere Lösung?

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#26

Ungelesener Beitrag vloki » 4. Nov 2019, 08:02

Es müsste auch ohne zusätzliche Leitung gehen, aber du müsstest das natürlich alles in deiner Software machen. Die Umschaltung Ein-Ausgang, überlrüfen, Modul umschalten, usw...

Sind 6m nicht auch recht lang für SPI?

Das System auf CAN umstellen? 😉

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#27

Ungelesener Beitrag pic18 » 4. Nov 2019, 09:31

ich denke das 6m gehen. Habe von meiner Heizung den EMS-Bus angezapft. Das sind fast 30m, ist ein Spannungsüberlagertes RS232 Signal. Dieses funktioniert einfandfrei.

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#28

Ungelesener Beitrag picass » 10. Nov 2019, 16:54

Bei den Vorbereitungen für meine nächste (nicht die alte) Rollladensteuerung ist nun die zweite Platine von DOS auf Win10 hoch gehievt worden, und zudem noch auf SMD umgestellt.
Hinsichtlich der Datenübertragung könnte ich heute fündig geworden sein: das MAX485 für 422-er-Übertragung gefällt. Das gibt es auch in meinem Lieblings-IC-Gehäuse, dem platzsparenden und noch gut lötbaren SOIC 8 pin G.. Diesen MAX werde ich erstmal bestellen, um erste Experimente damit auszuführen.

Entdeckt habe ich auch - nicht für Profis, aber für User, die eher am Anfang stehen - den „Standard Interface Guide“, welcher einen schönen Überblick über die RS232,422 und 485 -Standards der Datenübertragung bietet. Das Ding heißt: „slyt605.pdf“ und man findet es sofort als TI-Datenblatt.

Verstehe ich die 422-Kommunikation richtig, dass z.B. bei einer Versorgungsspannung von 5 Volt ohne Datensignal auf beiden Leitungen etwa 3 Volt anliegen, und bei einer „1“ am Dateneingang eine D-Leitung auf 4,5 Volt und die andere auf 0,5 Volt gelegt wird, und dann am anderen Ende am Ausgang wieder eine „normale“ „1“ erscheint?
Grüße, picass

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#29

Ungelesener Beitrag pic18 » 10. Nov 2019, 18:17

wichtig ist das zwischen A und B -Leitung eine Differenz von mindestens +-200mV ist.

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#30

Ungelesener Beitrag vloki » 10. Nov 2019, 20:14

Ich bleibe dabei, am einfachsten wäre ein CAN Bus.
Der macht GANZ VIEL einfach automatisch und ist echt keine Raketenwissenschaft ;-)

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