Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

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Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#31

Ungelesener Beitrag picass » 11. Nov 2019, 18:50

pic18 hat geschrieben:
10. Nov 2019, 18:17
......eine Differenz von mindestens +-200mV ist.
Machen die inzwischen bestellten MAX485CSA das automatisch oder muss das irgendwo über Widerstände geregelt werden? Die Dinger kommen morgen (Dienstag), erst dann kann das Testen losgehen.
Grüße, picass

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#32

Ungelesener Beitrag pic18 » 11. Nov 2019, 19:11

Die Terminierungen sind auf alle Fälle an beiden Busenden angeordnet. Also 120 Ohm zwischen A- und B- Leitung


Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#34

Ungelesener Beitrag picass » 12. Nov 2019, 09:49

Danke, "pic18" für den Link. Dann sorgen also diese beiden 120 Ohm -Rs für die benötigte Spannungs-Differenz! Solche Prinzip-Skizze kannte ich schon, da ich mir von TI sowohl ein Datenblatt für den MAX485 als auch eine allgem. Anleitung für serielle Datenübertragung geladen hatte. Aber die Einarbeitung darin stand noch aus, und das Experimentieren geht erst heute Nachmittag los - dann ist das Paket mit dem Mat da.
Grüße, picass

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#35

Ungelesener Beitrag picass » 15. Nov 2019, 12:47

Das Experimentieren wird erst heute losgehen, aber noch vorher sind Bedenken aufgetaucht, ob so'n Bauteil wie der MAX485 für die eigenen, speziellen Zwecke so die richtige Wahl ist. Im Datenblatt sind - evtl. idealisierte - Grob-Skizzen für RS-422 u RS-485-Busse gelistet. Die sehen auf einer Seite - sagen wir mal: Startseite - einen solchen Baustein, auf der anderen Seite - gesagt: Endseite - ebenso, dazwischen als Beispiele zwei weitere an der Reihe aufgeschaltet, und am Start-Max wie am End-Max ist je ein R von 120 Ohm zwischen die beiden Datenleitungen geknüpft. Sieht gut aus.

Nur in einem Haus, in welchem nachträglich Kabel verlegt werden sollen - hier zu den Fenstern, zwecks der Rollläden - , geht es nicht nach Gut-Aussehen, sondern um "überhaupt" und möglichst geringer Kabel-Verlegungsaufwand, also möglichst wenig Schutt erzeugen. Will sagen, das wird nie und nimmer eine Ringleitung oder aber ein einziger, idealer Kabelstrang und alle PICs für die Rollläden reihen sich da brav auf.
Das wird ein Sterne-System werden, abzweigend vom schon bekannten "Keller-PIC" und dann über mindestens 5 einzelne Leitungen in alle Himmelsrichtungen und nach oben.

Die Frage: An jedem Ende einer Leitung einen solchen 120-Ohm-R ? Dann würde es verdammt niederohmig werden. Oder aber so: 5 Leitungen, 6 R's mit je 360 Ohm ? Oder kann da mal so'n R am Ende einfach weggelassen werden? Is klar, Versuch macht klug, aber Infos vorher wären auch nicht von schlechten Eltern. Smileys fehlen!
Grüße, picass

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#36

Ungelesener Beitrag vloki » 17. Nov 2019, 09:19

Das mit der Sterntopologie ist so nicht vorgesehen ;-)
Auf jeden Fall sollten alle Abschlusswiderstände zusammen 60 Ohm ergeben. Ich würde 6*360 Ohm, niedrige Übertragungsrate und laaange Leitungen probieren.

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#37

Ungelesener Beitrag picass » 17. Nov 2019, 13:25

Nett, dass es in diesem Fred weiter geht! Nicht nett, dass es bei meiner Umsetzung nicht weitergeht. Bekomme den Max485-Bus nicht dazu, sich wie ein Datenübertragungsbus zu benehmen. Das eingespeiste 10 kHz - 4 Volt- Rechtecksignal gelangt rückseitig vom Sender auf den Bus - eine 2 m verdrillte u abgeschirmte Leitung -, kommt auch bis zum Eingang des Empfängers, aber der behälts für sich und schweigt sich aus. Schaltbild anbei.
Und bei der Gelegenheit, weil das Thema in einem anderen Fred kurz angesprochen war: Ich erhebe Vorwürfe an TI. Die schaffen es, sich auf 10 Seiten in ihrem Datenblatt über Parameter auseinander zu setzen, und ein für die Praxis völlig vermurktes und unnötiges Prinzip-Bild einzustellen - die Aussagekraft dieses P-Bildes entspricht dem Satz:"kaufen Sie 2 von unseren Max48x und ein verdrilltes Kabel....und informieren Sie sich dann anderweitig, wie das handzuhaben ist!" - , aber nicht eine einzige funktionsfähige Referenz-Schaltung anzubieten. Wenn sie dazu schon keine Lust haben, wäre wenigstens ein Hinweis auf irgendeine Applikation im Datenblatt sinnvoll, aber nix. In den schon versteckten Hinweisen auf irgendwas Weiterführendes kann ich keinen direkt umsetzbaren Musterentwurf erkennen, einen Haufen EMV- und weitere Betrachtungen, aber sonst nix. Mist, sitze da und ärgere mich.
Grüße, picass
Dateianhänge
max485bus.jpg

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#38

Ungelesener Beitrag vloki » 17. Nov 2019, 13:57

Sorry, beim Thema RS485 kann ich nicht wirklich weiterhelfen.
Musste mich glücklicherweise nie damit beschäftigen.
(meiner Ansicht nach viel zu aufwendig in der Programmierung der Flusskontrolle)

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#39

Ungelesener Beitrag pic18 » 17. Nov 2019, 16:44

Hast Du mal die Ausgangssignale ohne Gegenstelle gemessen?
Probiere mal das ganze ohne die 680 Ohm Widerstände gegen VCC und GND.
Setzte am Empfänger den DE und den _RE Eingang fest (nicht Pull-Down Widerstand) gegen Masse.

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#40

Ungelesener Beitrag picass » 17. Nov 2019, 22:39

max485bus3.jpg
Es bussed so schön! Guckst du Foto. Das gelbe Rechteck ist das Signal vom Frequenzgenerator, das blaue dasjenige nach dem Durchlauf der kompletten Kette, also durch den Driver des ersten Max485, das ordinär lange Kabel ( 2m ), und raus aus dem Empfänger im zweiten Max.
Einer der Fummelversuche war der, den Spieß rumzudrehen. Nu' läuft es halt andersrum. Da muss - aus welchen Gründen auch immer - der Receiver des "rechten" Max kaputt sein.

Aber nu' bussed es, und wie! Angefangen bei 1 Hz in Zehnerdekaden hochgeschaltet, alles prima, bei 100 kHz sind bei der ansteigenden Flanke leichte Überschwinger zu sehen, und bei 1 Mhz sind die oberen schmalen positven Flankenköpfe - also das, was oben waagerecht sein sollte - etwas sinusmäßig durchgewurstet. Aber auch hier sind die entscheidenen Signalflanken derart steil,also senkrecht, das fluppt ganz sicher.

Damit ist entschieden, dass dies nun das neue Busmodel für meine nächste Rollladensteuerung wird. Vorteil: Auf den vorigen "Hochspannungs"-Trafo, seine Gleichrichtung und Stabilisierung und vor allem im Programm die Abfrage, ob denn die frisch eingeschaltete H-Spanng. endlich auch schon aus dem Quark gekommen ist, kann nun verzichtet werden. Und da die Maxens im niedlichen 8-pin-SO-Gehäuse stecken, passt das auch stilmäßig zur Umstellung der bisherigen diskreten Bauteileausführung auf SMD.
Der vorige Ärger ist verraucht, auch TI ist wieder eine gute Firma, gutes Nächtle - falls noch jemand wach sein sollte.

Ach ja, Nachtrag an "vloki": Das kompliziertere Protokoll des 485-er-Busses interessiert mich nicht. Soll nicht unhöflich sein! Da nehme ich einfach mein eigenes. Da war ich von vorherein nur auf die Hardware dieses Busses aus.
Grüße, picass

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#41

Ungelesener Beitrag picass » 18. Nov 2019, 12:55

Der "rechte" Max war wirklich defekt. Da hatte ich wohl beim Hantieren mit den fliegenden Leitungen eine ungute Verbindung erzeugt.
Habe den Defekten gerade ausgelötet, 'nen Neuen rein und es funkt sofort, siehe auch das Bild der Übertragung eines 1 MHz-Signals.

Den Schaltungplan habe ich überarbeitet. Die Darstellung der beiden ICs und ihr Innenleben entspricht exakt dem TI-Datenblatt, auch, dass für das rechte IC die Anschlüsse nur symbolhaft darstellt sind. Die beiden Steueranschlüsse an jedem Max485 werden verbunden und dann bei dem Sendebaustein gemeinsam auf Plus geschaltet, beim Empfänger gemeinsam auf GND. Vorwiderstände sind hier nicht nötig. Wichtig: Jeder Max muss je einen 0,1 µF Keramik-C bekommen und zwar DIREKT an die beiden Versorgungsanschlüsse, also Plus und GND. Der Strombedarf für genau die abgebildete Schaltung mit den zwei Maxen beträgt gut 60 mA. Als Kabel hatte ich ein Qualitätskabel (Belken ?) mit insgesamt 4 Innen-Leitern von je 0,39 mm², je zwei davon sind sowohl verdrillt als auch gemeinsam abgeschirmt mit einem Alu-Geflecht. Um die beiden Kabel-Paare herum gibts dann noch eine Gesamtabschirmung, das übliche Drahtgeflecht. Die Masse, bzw. das GND muss übrigens durchgeschleift werden, einfach über dieses DF. Das Kabel hat dennoch einen geringen Außendurchmesser und zudem noch einen heftigen Preis: 2,70 € je Einzelmeter beim großen "C", Mengenpreise gibts aber auch.

Diese Bus-Schaltung benötigt wirklich sehr wenig Bautteile und lässt sich sehr klein aufbauen. Kann sein, dass ich sie trotzdem nicht verwende. Habe irgendwo ein Stichwort aufgeschnappt, dass TI ein ähnliches IC speziell für Sterntopologie bereit hält. Falls ich das entdecke, teste ich das auch mal.
Grüße,picass
Dateianhänge
max485schaltplan.jpg
max485bus4.jpg

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#42

Ungelesener Beitrag vloki » 18. Nov 2019, 14:06

Es bussed so schön! Guckst du Foto
...
Da war ich von vorherein nur auf die Hardware dieses Busses aus.
Na dann bist du ja jetzt schon einen schönen Schritt weiter ;-)

Wieso eigentlich Ti? Ist der MAX485 nicht von Maxim?

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#43

Ungelesener Beitrag picass » 18. Nov 2019, 16:51

Für die Menscheit ein kleiner, für mich in der Tat ein großer Schritt.
Natürlich, ist vom Maxim Integrated, bei TI hatte ich vorher geschaut und gute Ausführungen über Bus-Systeme gefunden.

Und bei der Gelegenheit hatte ich auch diesen Link auf eine Webside gefunden, welche Crash-Kurse zu den Stichworten:
CAN, Ethernet, FlexRay,LIN, J1939, Autosar
liefert. Das sind Online-Kurse, gefasst in z.B. 30 einzelne kurze Kapitel, die in 10 min gut zu lesen sind, und - tusch - nix kostet was.
Wer die Begriffe kennt, aber doch nicht so recht weiß, wieso und warum, der sollte da reinschauen......:
https://elearning.vector.com/
Grüße, picass

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#44

Ungelesener Beitrag picass » 29. Nov 2019, 18:24

Die Neuauflage meiner Rollladensteuerung kommt so langsam voran. Die Schaltung und das Platinenlayout waren schon fertig, bis mir beim Grübeln über die Verlegung der Kabel im Bereich der Rolllädenkästen die Idee kam, das ganz anders zu machen. In der alten Anlage sind in jedem Rollladenkasten je eine Steuerschaltung und ein dazugehöriges Netzteil verbaut. Im Haus für die neue Anlage geht es in den allermeisten R-Kästen extrem eng zu und sowieso gefällt mir der Gedanke nicht mehr, für den Fall einer Störung so'n R-Kasten öffnen zu müssen, was bei der üblichen Über-Tapezierung zu Ohnmachtsanfällen der Hausfrau führt.
Geplant und versucht wird nun, beides, sowohl die Steuerplatine als auch die Power-Platine mit Trafo und den Schaltern für den R-Motor in eine Unterputzdose zu packen. Das hieße, mit einem fetten Schlagbohrer mit Bohrkrone je ein 5 bis 6 cm tiefes Loch in die Wand zu schlagen, und den Elektronik-Krams da rein zu bugsieren. Ob das von den Abmessungen her machbar sein wird, prüfe ich gerade. Will sagen, ich habe das fertige Layout für die eine Platine in zwei Teile gesplittet, die dann Huckpack angeordnet werden sollen, und versuche nun, alles zusammen zu quetschen.
Wird schon deswegen nicht so einfach, weil ich - wie angesprochen - nach Möglichkeit bei der 1206-Version der R's bleiben möchte.
Grüße, picass

Re: Hausautomation : kabelgebundenes Steuerungssystem

#45

Ungelesener Beitrag picass » 13. Dez 2019, 18:16

Das Quetschen und Schieben der Bauteile ist voran gekommen. Die aktuelle Planung sieht gesamt 4 kreisrunde Platinen mit je 6 cm Durchmesser übereinander vor:
1. Ebene: Verteilung; hier kommen alle Leitungen an, insbesondere die 230 V-Leitungen
2. Ebene: Schaltzentrale u Netzteil; 3x Foto-Triacs und das NT für den PIC
3. Ebene: Abschirmung und Leiterbahn-Verteilung; eine Seite Masse-Abschirmung, andere Seite Verteilung der durchzuschleifenden Leitungen
4. Ebene: PIC und Beschaltung

Vom Platz her passt das besser als erwartet, habe allerdings auch lange geschoben. Nun beschäftigen mich Fragen der elektrischen Sicherheit:
1) Wie groß müssen die Abstände der Leiterbahnen, welche 230 V führen, zueinander sein und wie groß zum Rand, an welchem die geerdete Abschirmung als eine Art Metall-Dose verläuft?
2) Ist es bei einer normalen Platine (Krähen-Qualität, 15 mm Dicke) gestattet, auf der Ober- und Unterseite sich kreuzende 230 V- Leiterbahnen zu führen?
Grüße, picass

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