Memo Training: Erkennen und Merken optischer Strukturen

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Memo Training: Erkennen und Merken optischer Strukturen

#1

Ungelesener Beitrag picass » 1. Dez 2019, 17:58

@vloki :
Dein Hinweis, dass Studenten durchaus Bedarf an Motiven für das Erstellen und Programmieren eher einfacher Geräte haben könnten, erinnerte mich an ein weiteres eigenes Projekt, das bei mir auf einer sehr laaaaangen Bank schlummert: Ein Gerät, welches in rascher Folge mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad optische Muster anzeigt, die der Proband merken und retournieren muss.

Kennen gelernt hatte ich das dunnemals während einer Exkursion für Physik-Studenten zur Atomforschungsanlage in Jülich. Dort existierte ein eigenes kleines Wissenschafts-Museum und darin befand sich u.a. dieses Gerät, welches fix von uns umlagert war.

Das Gerät hatte ein Bedienungs-Feld, welches aus 49 rechteckigen Tasten bestand, alle innen-beleuchtbar. Der Memo-Test: Es wurde für ca. eine Sekunde ein grafisches Muster angezeigt, und sofort danach gab es eine sehr kurze Zeit, in welcher genau dieses Muster über die Taster einzugeben war. Bei richtiger Wahl leuchtete die „getroffene“ Taste auf und blieb an, bis alle weiteren Auswahlen getroffen waren oder aber die Zeit ablief. Begonnen wurde mit dem Aufleuchten nur einer Taste, dann – ratet mal – bei Erfolg mit zweien, dann usw.. Bei einem Fehlgriff blieb die Schwierigkeitsstufe für einen weiteren Versuch auf selbem Level, bei weiteren FGs wurde eine Stufe zurück geschaltet.

Dieses Memorieren ist nur einfach in den ersten Stufen, danach ist Konzentration und Merkfähigkeit gefordert. Die Teilnehmer empfinden das meist als Spiel, und sind allein aus diesem Grunde schon hoch motiviert bei der Sache. Spielregeln, wie z.B. die bewusste Auswahl von Mustern sind denkbar, ebenfalls, ob genau dieses Muster schnellsten auch unterschieden werden kann von anderen, ähnlichen.

Vor vielen Jahren kaufte ich mal bei Völkner aus einem Sonderangebot 49 solcher Taster, die sind 5 Zentimeter lang und je 3,5 cm breit und hoch. Innen haben sie je zwei Glühlämpchen – Spitzname für die alte Glühwendeltechnik: „Glühobst“ - , und die sind besonders: beide zusammen verputzen pro Taste lockere 400 mA bei 5 Volt, was im Zeitalter der LED-Technik und deren Lichtausbeute wahrlich als sittenwidriges Verhalten angesehen werden kann.

Is klar, stattdessen LEDs rein, und die schweine-teuren 49 Taster könnten ersetzt werden durch…..?
Neben der eigentlichen Aufgabe, ein Programm für den PIC zu erstellen, wäre das ein evtl. interessantes weiteres Studienfeld: eine Fläche zu erstellen, welche sowohl beleuchtbar wäre als auch Tastendrücke erkennen könnte, ein Drucksensor halt. Da fiel mir als Erstes schlicht ein große Platine ein, die so geätzt wird, dass entsprechende Felder entstehen mit z.B. Mäander-Mustern, wie man sie von lichtempfindlichen Widerständen her kennt. Allerdings muss die Lichtmenge jeder einzelnen Taste beachtlich sein, zum Entziffern von funzelnden „Eigentlich-Lampen“ bleibt keine Zeit, und das wäre kontraproduktiv. Natürlich kommt schnell der Gedanke, dieses Leuchten-Feld auf einen berührungsempfindlichen Computer-Monitor zu legen. Aber den Gedanken sollte man fix beiseite legen, weil nicht nur die Zeit für die Anzeige des opt. Musters arg knapp ist, auch die Zeit zum Retournieren ist sehr begrenzt. Und da kommt ohne Übergang Hektik auf: die Oberfläche eines Monitors wäre nach wenigen Probeläufen zerstochen. Also heißt es, einen Vandalismus-sicheren Taster zu entwickeln, ach ja, und günstig wegen der Menge auch noch, und nicht die voll-flächige Lichtanzeige von hinten vergessen.

Irgendwann baue ich mir das selbst, wahrscheinlich, wenn mein neues, altes Haus fertig saniert und vermietet ist. Aber vielleicht weckt das ja auch Interesse anderer.
Grüße, picass
Dateianhänge
taster1.jpg
taster2.jpg
taster3.jpg

Re: Memo Training: Erkennen und Merken optischer Strukturen

#2

Ungelesener Beitrag vloki » 1. Dez 2019, 18:45

So was ähnliches hatten wir tatsächlich schon mal ;-)
https://www.mikrocontroller.net/topic/337623#4621486

Ein Betriebsmodus war das Spiel "Simon says".
Das könnte man natürlich auch auf Muster umstricken...

Re: Memo Training: Erkennen und Merken optischer Strukturen

#3

Ungelesener Beitrag picass » 2. Dez 2019, 12:45

Musste erst googeln! Eine ordentliche Beschreibung des Spiele-Modus befindet sich in der Wikipedia unter dem Titel: "Senso (Spiel)".
Gucke da, sogar in Farbe und kommerziell mehrfach ausgewertet! Nach dem Betrachten des animierten Beispiel-Spielgerätes in der Wiki erinnere ich mich so düster, sowas früher auch mal gespielt zu haben. War mir aber entfallen.
Der verlinkte Fred ist so lang, dass ich den erst demnächst mal lese. Aber euer Gerät aus der Medizin-Mechatronik sieht echt gut aus. Vielleicht ein wenig sehr gross, aber viele, viele Farb-LEDs erfreuen den Mann, ..... evtl. die Frau auch.
Langzeitprojekt, muss bei mir noch ein Jahr warten.
Grüße, picass

Re: Memo Training: Erkennen und Merken optischer Strukturen

#4

Ungelesener Beitrag vloki » 2. Dez 2019, 13:42

picass hat geschrieben:
2. Dez 2019, 12:45
Aber euer Gerät aus der Medizin-Mechatronik sieht echt gut aus. Vielleicht ein wenig sehr gross, aber viele, viele Farb-LEDs erfreuen den Mann, ..... evtl. die Frau auch.
Der offizielle Titel ist "Lichtbar". Kann bei Festivitäten als Theke genutzt werden.
Unterbau aus Bierkisten...
picass hat geschrieben:
2. Dez 2019, 12:45
Eine ordentliche Beschreibung des Spiele-Modus befindet sich in der Wikipedia unter dem Titel: "Senso (Spiel)".
Ja genau, die Fläche ist im Spielmodus auch in vier verschiedenfarbige 2x7 Große Bereiche aufgeteilt, die dann nacheinander aufleuchten.
Den zusätzlichen "Sound" vom Senso gibt es allerdings nicht. Könnte man eh nicht hören, wenn das Teil wie geplant verwendet wird ;-)

Re: Memo Training: Erkennen und Merken optischer Strukturen

#5

Ungelesener Beitrag picass » 3. Dez 2019, 09:42

vloki hat geschrieben:
2. Dez 2019, 13:42
Unterbau aus Bierkisten.....
Offtopic an:
Fiel mir sofort auf. Kann man das trinken?
OT aus.
Möglicherweise muss ich bei meinem irgendwann später umzusetzenden Selbstbau auf ein anderes Tastensystem zurück greifen. Die im ersten Beitrag bebilderten Tasten sind sehr gut, das Glühobst würde natürlich durch LEDs ersetzt, alleine..... eine der 49 Tasten ist abgängig. Wahrscheinlich liegt die in irgendeinem Regal tief verborgen. Falls ich die nicht wieder finde, muss da umgeplant werden. Deshalb meine Frage:

Ist die bei eurer Lichtbar angewendete Technik der Erkennung eines Tastendrucks via IR-Sende- u. Empfangsdioden alltagstauglich? Anderes formuliert: Bei dem geplanten Memospiel sollte eine sehr zuverlässige T-Druck-Erkennung vorliegen, und nicht schon eine Auslösung, wenn eine Hand auf dem Weg zu einer Tast dicht über das T-Feld geführt wird, gleich noch 3 weitere Tasten "erkennen"?
Grüße, picass

Re: Memo Training: Erkennen und Merken optischer Strukturen

#6

Ungelesener Beitrag vloki » 3. Dez 2019, 12:48

Müsste ich mal genauer ausprobieren.
Die Sensivität kann man aber einstellen.

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